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Auftauchen. Eine Bestandsaufnahme. 2010

Konzept, Raum, szenische Gestaltung: Veronika Barnaš
Konzept, Text: Julya Rabinowich

mit: Susa Meyer, Nanette Waidmann; Matthias Mamedof

Uraufführung 02.Juni 2010 im "Empfangsraum", Volkstheater Wien
weitere Termine: 08.,10.,18., 22. und 23. Juni, 19:30 Uhr


Nachdem der „Empfangsraum“ sich in dieser Saison dem heiklem Thema „U- Boot im Nationalsozialismus“ widmet, möchten wir ein ergänzendes Schlaglicht auf die „U-Boote“ heute in Österreich werfen. Die Gründe zum Untertauchen mögen neue sein, die Mechanismen sind jedoch die gleichen geblieben- unsichtbar sein müssen um zu überleben auf der einen, das Wegsehen und Nicht-Erkannt werden auf der anderen Seite.

Unter der Wahrnehmungsoberfläche: Am Leben, aber nicht im Alltagsleben präsent. Eine Bestandaufnahme des Ausgeliefertseins. Drei Menschen, die verschwunden sind: teils freiwillig (so man den gesellschaftlichen Zwang freiwillig nennen kann) teils gänzlich erzwungen: ein Mädchen in einem Keller. Ein junger Mann, dem Blutrache droht. Eine Asylwerberin, die als U-Boot die letzte Chance erhofft, doch noch in Sicherheit bleiben zu können.
Die Grenzen, die räumlich festgelegt sind, entsprechen nicht jenen des Bewusstseins. Diese inneren Grenzen sind es, die die Eingeschlossenen immer wieder aufs Neue aufsuchen müssen, um ihr Überleben zu gewährleisten.
Dieselben Grenzen sind es, die ihnen aber gleichzeitig mögliche Auswege verstellen.
Innen und Aussen verschmilzt während dem Warten auf Veränderung.

Gefördert vom Zukunftsfonds der Republik Österreich

Fotos:Markus Lipus